Am Samstag, dem 5. Mai, fuhren acht Schwestern vom Mutterhaus in Paderborn nach Aachen zur Seligsprechung von Clara Fey, der ehemaligen Klassenkameradin von Mutter Pauline. Clara Fey gründete in Aachen die Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesu, wenige Jahre vor Paulines Ordensgründung. Vieles in Spiritualität, Lebens - und Wirkungsgeschichte der beiden ähnelte sich, wie beim Verlesen der Biografie Claras und bei der Predigt deutlich wurde. Schon vor dem Festhochamt als auch beim nachmittäglichen Begegnungsfest rund um den Dom ergaben sich mehrere Gelegenheiten, den Nachfolgerinnen Clara Feys – auch einigen aus Kasachstan, Indonesien und Kolumbien - zu begegnen. Auch Bischof Dieser aus Aachen freute sich sichtlich über unsere Teilnahme und amüsierte sich über Sr. Christhild, als die ihm verriet, dass sie an diesem Tag ihren 80. Geburtstag feierte.

In Paderborn musste am Sonntag, 8.4. eine 1,7 Tonnen schwere bei Gartenarbeiten gefundene Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg entschärft werden. Das erforderte die Evakuierung von 26 000 Bewohnern aus dem Sperrbereich, worin mehrere Krankenhäuser und Altenheime liegen, sowie auch die Blindenschule und unser Mutterhaus. Wir Mutterhausschwestern fuhren mit einem kleinen Bus und drei PKWs zu unseren Schwestern im Brilon-Thülener Altenheim und verbrachten dort einen frohen Gemeinschaftstag. Für alle 42 „Flüchtlinge“ war vorsorglich ein privates Plätzchen gefunden, eine gute Suppe gekocht und ein herzliches Willkommen bereitet.

Viele Begegnungen und Gespräche wie auch Spaziergänge in die nähere Umgebung füllten den sonnigen Tag aus. Während der Zeit der eigentlichen Entschärfung stieg manches Stoßgebet zum Himmel empor und immer wieder wurden die Nachrichten verfolgt bis zu der erlösenden Meldung am späten Nachmittag, dass die Bombe entschärft sei. Zum Abschiedswinken versammelten sich noch einmal alle mobilen Schwestern neben dem Bus.

 

"Gott schließt kein Kind aus seinem Herzen aus". Einladendes und offenes Kinderheim anstatt karges Waisenhaus. Sr. Maria Lucia wird vom Domradio zu Pauline von Mallinckrodt interviewt. Ein Beitrag vom 30. April 2018. Hier kommen Sie zum Beitrag des Domradios.

Am 24.03. wurden Sr. Magdalene und Sr. Felice im Seniorenheim St. Elisabeth in Rheda mit Bedauern und Dankbarkeit verabschiedet. Zwölfeinhalb Jahre lang hatten sie in der geistlichen Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner ein offenes Ohr für deren Sorgen und Anliegen, Hoffnungen und Freuden. Nie fehlten ein aufmunterndes Wort oder eine tröstende Hand. Aber, so Pastor H. in seiner Predigt: „Ihre Lebensgeschichte, ihre Glaubensgeschichte, ihre Berufungsgeschichte wird nach der Zäsur des heutigen Abschieds weitergehen“. Viel Glück und Gottes Segen!

Sr. Felice, Sr. Angelika, Sr. Magdalene in der Kapelle

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