Mitten in Schloß Neuhaus steht seit 350 Jahren das Geburtskind. Es ist sozusagen ein Nachbar von uns Schwestern. Natürlich wollten wir bei dieser großen Feier nicht fehlen.

Los ging es am Montag, den 2. Juli, mit einer interessanten Einführung in die Historie der Geschichte durch Prof. Dr. Nicole Priesching (Uni Paderborn) und dem Neuhäuser Orts-Kenner Herrn Michael Pavlicic.

Am 5. Juli traf man sich zum Glaubensweg heute. Gemeindemitglieder hatten im Vorfeld „Glaubenskoffer“ gepackt und erläuterten diese dann in der Kirche. Auch Sr. Renate war dazu angefragt worden. Fr. Susanne Kochannek und Fr. Bärbel Lödige vom CityKloster Bielefeld griffen Aussagen auf und betteten sie in die Spiritualität Madeleine Delbrels (1904 -1964) ein. Auch sie hatten einen Koffer mitgebracht, der Wesentliches für diese „Prophetin einer Kirche im Aufbruch“ beinhaltete. Fr. Julia Fisching-Wirth begleitet den Abend musikalisch.
Eine gelungene Veranstaltung, die in einen lockeren Austausch bei Wein oder Orangensaft vor der Kirche ausklang – und das an einem lauen Sommerabend.

Das große Fest aber wurde am 8. Juli mit einem großen Festgottesdienst, den Weihbischof Grothe zelebrierte, gefeiert. Im Anschluss daran traf man sich bei strahlendem Sonnenschein und guter Laune unter der Kastanie zum Mittagsimbiss oder bei Kaffee und Kuchen. Rundherum gab es dann noch einiges zu sehen oder zu erleben.

Am Sonntag, 10.06. sah unsere Mutterhauskapelle wohl zum ersten Mal seit ihrer Erbauung die Erstkommmunionfeier eines kleinen Mädchens.

Viktorias Mutter ist Argentinierin und war früher in Buenos Aires Schülerin unserer jetzigen Generaloberin Sr. Maria del Rosario. Die Familie lebt seit 12 Jahren in Deutschland. Mutter und Tochter haben eine enge Beziehung zu Mutter Pauline, und daraus ergab sich der Wunsch, mit der ganzen Familie (Eltern, kleine Schwester, Großeltern und Paten) hier bei den Schwestern diesen Festtag zu begehen. Herr Pastor Schröder gestaltete die Eucharistiefeier kindgemäß, fröhlich und herzlich und brachte die Frage aus dem Evangelium: „Jesus, wo wohnst du?“ auf den Punkt „In deinem Herzen, Viktoria!“ Mit ruhiger klarer Stimme las Viktoria die Fürbitten vor. Ein eindrucksvolles Bild ergab sich, als die ganze Familie zur Kommunionfeier am Altar stand und sogar ein Teddybär im Arm der vierjährigen Klara Pauline dabei sein durfte.

Die Schwestern aus Minden berichten:

In diesem Jahr kann die Wärmestube des Caritasverbandes Silberjubiläum feiern.
Der Festtag begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst in der gut gefüllten St. Mauritiuskirche, den Pastor Kreutzmann leitete. Die Gruppe „Jona“ hatte die musikalische Gestaltung, die Predigt übernahm der evangelische Pfarrer Mackenbrock, unser Nachbar . Er hatte gerne zugesagt.
In berührender Weise legte er die Heilung des Gelähmten durch Petrus (Apg 3, 1ff) aus, indem er ausführte, wie wichtig es für den Menschen ist, angeschaut zu werden und dadurch Ansehen zu bekommen.

Im Anschluss an die liturgische Feier folgten einige Grußworte. Es sprachen Alt-Probst Paul Jakobi , der Bürgermeister von Minden, Sr. Adalberta Mette als Vertreterin der Schwestern der Christlichen Liebe und die stellvertretenden Direktorin des DiCV. Letztere überreichte auch noch die Caritasnadel in Gold an drei langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Wärmestube, die über diese Ehrung sehr überrascht und erfreut waren.

Nach diesem Festauftakt luden Frau Leimbach , Geschäftsführerin Caritas Minden eV , und Sr. Annette (SCC ), Leiterin der Wärmestube, alle Besucher zu einem fröhlichen Fest auf den Pauline-von- Mallinckrodt-Platz ein.
Nach einem reichhaltigen Mittagessen konnten die Gäste je nach Interesse an unterschiedlichen Programmpunkten teilnehmen. Unter anderem gab es eine Fotostrecke mit Bildern und Artikeln aus 25 Jahre Wärmestube. Eine Vorleserin trug mehrmals am Nachmittag Texte zum Jahresmotto der Caritas „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ vor. Mitarbeiter der Caritas verteilten kleine Zettel mit guten Gedanken oder verkauften Lose für eine Tombola, bei der jedes Los gewann. Die Besucher der Wärmestube bekamen ein Los geschenkt. Der Hauptpreis war ein Tablet-PC.

Bei Kaffee und Kuchen kam es zu schönen Begegnungen. 
Zum Abschluss des Tages bekam Sr. Annette vom Chor ein Ständchen gebracht - sozusagen als ein persönliches Dankeschön.

Alle Organisatoren und Mitwirkenden freuten sich über das wunderbare Wetter und den rundherum gelungenen Tag.

Möge das kleine Häuschen in der oberen Altstadt in Minden noch weiterhin vielen bedürftigen Menschen eine gute Anlaufstelle sein!


Gedenken an den 201. Geburtstag Mutter Paulines in Minden

Sr. Angela Maria Sinnreich berichtet:

In der Vorabendmesse des 02.06.2018 feierten wir einen festlichen Gottesdienst in St. Mauritius, in dem wir besonders des 201.Geburtstag von Mutter Pauline gedachten. Die liturgische Gruppe zog mit Weihrauch und Kerzenträger ein. Ich durfte das Kreuz vorweg tragen. In den Fürbitten wurde für unsere Gemeinschaft weltweit gebetet sowie der verstorbenen Schwestern gedacht. Lieder zu Ehren Mutter Paulines erklangen. Pastor Kreutzmann, der immer wieder seine Verbundenheit zu Mutter Pauline zum Ausdruck brachte, erteilte allen den Segen mit der Reliquie aus unserem Schwesternkonvent.

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