Manila

Neues von unserem Projekt auf den Philippinen

Sr. Maria Dolores Tan berichtet von vielfltigen Entwicklungen innerhalb ihrer kleinen Missionsstation
Sr. Maria Dolores

Wir sind glücklich, dass Trisha, unsere Jüngste im Margaretha Home in Quezon City (Manila), endlich nach 5 Monaten wieder spricht . Sie hatte nach ihrer Aufnahme das Sprechen verweigert. Jetzt  hören wir von ihr die WOrte: „I am a talking machine“ oder „I am a smart kid.“

Joan, eine blindes Mädchen im Alter von 15 Jahren, wird inzwischen im Learning Center gefördert. Sie macht gute Fortschritte. Die Dinge des täglichen Alltags muss sie vor allem lernen.

 

Anfang Oktober besuchte ich in Mindoro eine Laiengruppe (die Kaisa ni Mother Pauline), die sich an den Idealen Mutter Paulines ausrichtet. Mindoro ist eine der zahlreichen philippinischen Inseln, südlich von der Hauptinsel Luzon gelegen. Die Fahrt dauert per Bus und Boot 11 Stunden. Von den hier lebenden Mitgliedern der Laiengruppe hat jede der Frauen ein blindes Mädchen aus dem Margaretha Home als Patenkind angenommen. Sie halten regelmäßigen Kontakt per SMS.

Diese Damen auf Mindoro werden außerdem ein Haus für Straßenkinder in Bansud unterstützen. Sie wollen die Jungen regelmäßig besuchen um ihnen zu zeigen, dass sie für sie da sind. Diese Straßenjungen brauchen ein Mutterbild. Da viele der Laienmitglieder Lehrerin sind und vor ihrer Pensionierung stehen, können sie sich in diesem Projekt engagieren.

Sr. Theresia, Lanette, die Sozialarbeiterin, ich und zwei Laienmitglieder reisten in das 9 Stunden ent-fernte Bicol auf Labo. Labo ist eine Halbinsel südöstlich von Luzon. Dort besuchten wir ein Waisenhaus, in das 2 blinde Geschwister aufge-nommen worden waren, die vierjährige Sunshine und den siebenjährigen Michael. Da der Direktor ein Heim für Blinde eröffnen möchte, hat die Gruppe versprochen, ihn bei der Gründung des Hauses und bei der Suche nach Sponsoren zu unterstützen. Bis Sunshine dort aufgenommen werden kann, wird sie zunächst zu uns in das Margaretha Home kommen.

Philippinen (Orte aus dem Text)

Es war uns auch möglich, einen Sponsor für die Möbel einer dreistöckigen Blindenschule mit Internat in Isabela, nördlich von Quezon City zu finden. Diese Schule wird auch von ehemaligen Bewohnerinnen des Margaretha Home besucht.

In Daet, auf der Insel Labo, möchte die Schulrätin eine Spezialklasse für blinde Schülerinnen und Schüler und der Bischof ein Heim für blinde Menschen in seiner Diözese eröffnen. Zwei Lehrerinnen sind bereits ausgebildet. Auch hier haben wir unsere Unterstützung zugesagt. Wir werden beiden helfen, Kontakt zu Blindenorganisationen bzw. zu Sponsoren zu bekommen.

Wir sind glücklich, dass wir nun auch über Manila hinaus wirken können und Gottes Liebe auch dort hinbringen können.

Okt. 2010