Mutter Pauline

Unsere Gründerin ist Pauline von Mallinckrodt

Bild Pauline von Mallinckrodt Sie wurde 1817 in Minden geboren. Ihre Kindheit und Jugend verlebte sie in Aachen.
Pauline ist ein frohes, offenes Kind, zeigt jedoch auch ausgeprägte soziale Interessen. Der Tod der Mutter beendet für die gerade 17-jährige Pauline eine unbeschwerte Kindheit und Jugendzeit. Sie muss die Sorge für die drei jüngeren Geschwister und die Führung eines großen Haushalts übernehmen.
Gleichzeitig ist es ihr möglich, durch zahlreiche Reisen innerhalb Deutschlands und ins europäische Ausland ihren Horizont zu erweitern. Sie genießt die Schönheiten der Natur, erfreut sich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und Ereignissen und interessiert sich vor allem brennend für alle Arten von sozialen Einrichtungen.
In Paderborn, wo die Familie nach der Pensionierung des Vaters wohnt, findet Pauline ein weites soziales Spannungsfeld vor. Mit ganzer Kraft engagiert sie sich für Arme und Kranke und gründet eine "Kleinkinder-Bewahrschule" als Tagesheimstätte, in die sie bald auch die ersten blinden Kinder aufnimmt. Diese erfahren ihre besondere Zuwendung und pädagogische Betreuung. 

Körbchen Mutter Paulines und Briefe mit Federkiel Federkiel und Briefe Mutter Paulines und das Körbchen Mutter Paulines, in dem sie neben ihrem Brevier auch immer etwas für Arme oder Kinder hatte Das Tun Paulines kommt aus einer tiefen Religiosität. Im Laufe der Jahre ist in ihr der Wunsch gereift, sich Gott in einer Ordensgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Weil sie aber keine findet, die die Betreuung und Ausbildung der Blinden übernimmt, entschließt sie sich nach längerem Suchen zu einer eigenen Gründung.

Am 21. August 1849 gründet Pauline von Mallinckrodt die Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe.

Die Gemeinschaft wächst sehr schnell, so dass die Schwestern bald auch andere erzieherische, schulische und karitative Aufgaben  übernehmen können.

In einem Leben aus dem Geist des Evangeliums wollen sie die Liebe Christi weiterschenken

  • durch Linderung sozialer Not
  • durch Erziehung und Unterricht
  • durch den Dienst des Gotteslobes und der Fürbitte.

Weil während des Kulturkampfes die meisten Niederlassungen in Deutschland geschlossen werden, übernimmt Pauline von Mallinckrodt Aufgaben im europäischen Ausland und auch in Nord- und Südamerika.

„Der liebe Gott macht alles gut. Ihn muss man zu jeder Zeit loben und preisen und heiter seinen Weg durchs Leben gehen." [Pauline von Mallinckrodt; 1872]

Brevier Mutter Paulines und Rosenkranz Rosenkranz, der zum Ordenskleid gehört und das Brevier Mutter Paulines Kennzeichnend für Pauline von Mallinckrodt sind
  • Ausrichtung auf den Willen Gottes und ein am Evangelium orientiertes soziales Verantwortungsbewusstsein
  • Einfallsreichtum und Einfühlungsvermögen
  • Mut und Gerechtigkeitssinn, Offenheit für die Herausforderungen ihrer Zeit
  • Weltoffenheit und Bereitschaft Neues zu wagen
  • Aufbau eines reichen Beziehungsnetzes
  • Vertrauen auf die liebende Führung Gottes auf allen Wegen

Mutter Pauline starb am 30. April 1881 in Paderborn.
Sie findet ihre letzte Ruhestätte in der Konraduskapelle im Garten des Mutterhauses in Paderborn, heute ein Anziehungspunkt für viele Hilfesuchende.

Am 14. April 1985 wurde Pauline von Mallinckrodt selig gesprochen.
Sie steht beispielhaft für eine Vision vom Menschen, die Leben schenkt und ein sinnvolles Dasein ermöglicht. Es ist die Vision der christlichen Liebe.