Interviews

Sr. Thoma

Sr. Thoma Sasse

66 Jahre alt,
Heimatort Delbrück Lippling

48 Jahr im Orden

Zur Zeit als Küchenleitung im Priesterseminar Paderborn tätig

 

 

Freizeitgestaltung:

 

 

Gerne gehe ich in die Natur, bin in

6 aufeinanderfolgenden Jahren im Urlaub auf dem Jakobsweg gepilgert.

( Von Dyon in Frankreich bis Santiago de Compostela in Spanien)

Unterwegs bin ich dem Schöpfer aller Dinge sehr nahe gekommen.

Begegnungen auf dem Jakobsweg, kurze Gespräche haben mir ein weites Herz geschenkt und viel Freiheit.

 

Ehrenamtlich gehe ich an den Wochenenden, in den Wintermonaten, manchmal mit zum SKM in die Obdachlosenbetreuung.

Gelegentlich gestalten wir einen Gottesdienst in der JVA Bielefeld.

 

 

Berufungsgeschichte:

 

 

Ich komme aus einer Großfamilie, bin die Älteste und habe noch 8 Geschwister. Wir wuchsen einem Bauernhof auf. Meine Eltern waren sehr religiös. So wurden wir früh in das Gebet eingeführt. Gottesdienstbesuche waren selbstverständlich. Für mich wuchs aus der frühen Mitverantwortung für meine Geschwister die Erfahrung, dass der Ort Kirche ein Stück Heimat wurde. Hier konnte ich Ruhe finden, Zeit für mich, um in meinen Schwächen jene Stärken zu erkennen, die mich befreiter im Leben stehen ließen.  

 

 

Bibelstelle, die mir im Moment

wichtig ist:

 

 

Joh. 4,26

Die Frau am Jakobsbrunnen

Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet“.

 

 

Worte von Papst Franziskus an die Ordensleute, die mir wichtig sind:

 

 

„ die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen“.

 

 

Wertvolle Erfahrungen, die ich als Mitglied der

internationalen Gemeinschaft

gemacht habe

 

 

Im Juli dieses Jahres habe ich für 4 Wochen an dem internationalen Projekt Pauline 200 unserer Gemeinschaft in Uruguay teilgenommen. Die Besuche in Montevideo, in den Armen–Vierteln, haben mich sehr beeindruckt: die strahlenden Kinderaugen, strahlende, glückliche Mütter mit ihren Säuglingen im Arm, dankbar für unser segnen und die kleinen Geschenke. Ein begehrtes Geschenk war der Rosenkranz.

Ich erlebte Menschen, die arm und bescheiden ihren Alltag meistern und die die Fähigkeit besitzen, Freude auszustrahlen und weiterzuschenken, wenn sie sich angenommen wissen.

Die Erfahrungen dort begleiten mich noch heute.

 

 

Wichtig für mein Ordensleben:

 

Die Beziehung zu Jesus Christus, der Geist von Mutter Pauline und das Leben in Gemeinschaft. Daraus fließen die Beziehungen zu den Menschen.

Gottes Atem lässt jeden Menschen leben. Jeder von uns ist gesendet Gott im Nächsten zu lieben und zu dienen.